Mögliche Beschleunigung des Klimawandels: Wissenschaftler warnen vor drastischen Folgen und fordern entschlossenen Klimaschutz: Unterschied zwischen den Versionen
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Ein aktueller Bericht deutscher Wissenschaftler weist darauf hin, dass sich der Klimawandel möglicherweise stärker und schneller vollzieht, als bislang angenommen. Diese Warnung stammt von der Deutschen Meteorologischen Gesellschaft und der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, die in einer gemeinsamen Veröffentlichung auf eine mögliche Beschleunigung der globalen Erwärmung hinweisen. Sollte sich diese Entwicklung bestätigen, könnte die Durchschnittstemperatur der Erde bereits bis 2050 um drei Grad Celsius ansteigen – ein Szenario, das weitreichende ökologische, gesundheitliche und wirtschaftliche Folgen hätte. | Ein aktueller Bericht deutscher Wissenschaftler weist darauf hin, dass sich der Klimawandel möglicherweise stärker und schneller vollzieht, als bislang angenommen. Diese Warnung stammt von der Deutschen Meteorologischen Gesellschaft und der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, die in einer gemeinsamen Veröffentlichung auf eine mögliche Beschleunigung der globalen Erwärmung hinweisen. Sollte sich diese Entwicklung bestätigen, könnte die Durchschnittstemperatur der Erde bereits bis 2050 um drei Grad Celsius ansteigen – ein Szenario, das weitreichende ökologische, gesundheitliche und wirtschaftliche Folgen hätte. | ||
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Version vom 17. November 2025, 11:15 Uhr
Mögliche Beschleunigung des Klimawandels: Wissenschaftler warnen vor drastischen Folgen und fordern entschlossenen Klimaschutz
Ein aktueller Bericht deutscher Wissenschaftler weist darauf hin, dass sich der Klimawandel möglicherweise stärker und schneller vollzieht, als bislang angenommen. Diese Warnung stammt von der Deutschen Meteorologischen Gesellschaft und der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, die in einer gemeinsamen Veröffentlichung auf eine mögliche Beschleunigung der globalen Erwärmung hinweisen. Sollte sich diese Entwicklung bestätigen, könnte die Durchschnittstemperatur der Erde bereits bis 2050 um drei Grad Celsius ansteigen – ein Szenario, das weitreichende ökologische, gesundheitliche und wirtschaftliche Folgen hätte.
Während einige Fachleute, wie der Klimaphysiker Helge Gößling vom Alfred-Wegener-Institut, eine derart rasche Erwärmung für unwahrscheinlich halten, sehen andere Anzeichen für eine zunehmende Dynamik im Klimasystem. In den vergangenen Jahren haben sich weltweit Temperaturrekorde gehäuft, die Meere sind wärmer als jemals zuvor, und extreme Wetterereignisse wie Hitzewellen, Dürren und Starkregen nehmen zu. Ursachen für eine mögliche Beschleunigung könnten in der Abnahme atmosphärischer Aerosole liegen, die bisher einen Teil der Sonnenstrahlung reflektierten, sowie in der abnehmenden Fähigkeit der Ozeane, Kohlendioxid zu speichern. Zudem könnte das Klimasystem empfindlicher auf Treibhausgase reagieren als bislang in Modellen dargestellt, was insbesondere bei einer Annäherung an sogenannte Kipppunkte zu irreversiblen Veränderungen führen könnte.
Ein wissenschaftlicher Konsens über eine tatsächliche Beschleunigung der Erderwärmung besteht bislang nicht. Dennoch zeigen aktuelle Klimamodelle, dass bei anhaltend hohen Emissionen eine Zunahme der Erwärmungsrate wahrscheinlich ist. Auch wenn kurzfristige Veränderungen nicht zwangsläufig auf eine dauerhafte Beschleunigung schließen lassen, halten viele Forscher die derzeitigen Entwicklungen für alarmierend.
Für Deutschland wären die Folgen einer drei Grad höheren Durchschnittstemperatur gravierend. Schon heute führen Hitzewellen zu Tausenden von Todesfällen jährlich, besonders unter älteren und gesundheitlich vorbelasteten Menschen. Zudem verlängert sich die Pollensaison, was Allergien verstärkt. Prognosen deuten darauf hin, dass in Zukunft Temperaturen von bis zu 45 Grad Celsius erreicht werden könnten, begleitet von tropischen Nächten, die Erholung und Leistungsfähigkeit der Bevölkerung beeinträchtigen. Auch die Landwirtschaft wäre massiv betroffen: Trockenheit in der Vegetationsperiode und übermäßige Nässe im Winter erschweren die Bodenbearbeitung und gefährden Ernten. Laut Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung könnten die wirtschaftlichen Schäden durch den Klimawandel bis 2050 bis zu 900 Milliarden Euro betragen.
Trotz dieser düsteren Aussichten sehen Wissenschaftler weiterhin Handlungsspielräume. Durch entschlossenen Klimaschutz ließe sich eine unkontrollierte Erwärmung noch eindämmen. Fachleute wie die Klimaökonomin Claudia Kemfert betonen, dass jedes Zehntelgrad weniger entscheidend sei. Eine Beschleunigung des Klimawandels würde politischen und gesellschaftlichen Handlungsdruck erhöhen, was laut Experten möglicherweise auch zu einer schnelleren Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen führen könnte.
Siehe auch
Informationen im Internet
- Appell von Wissenschaftlern: Beschleunigt sich die Erderwärmung? | Tagesschau.de, 25. September 2025.
- Extremwetterkongress