Germanische Altertumskunde: Unterschied zwischen den Versionen

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==== Commentarii de bello Gallico (Gaius Iulius Caesar) ====
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* [https://www.gottwein.de/Lat/caes/caes001.php De bello Gallico (vollständiger Text; zweisprachig lateinisch/deutsch)]
* [https://www.gottwein.de/Lat/caes/caes001.php De bello Gallico (vollständiger Text; zweisprachig lateinisch/deutsch)]
* [https://www.hs-augsburg.de/~harsch/Chronologia/Lsante01/Caesar/cae_bg00.html Bibliotheca Augustana – Iulius Caesar: Commentarii de bello Gallico]
* [https://www.hs-augsburg.de/~harsch/Chronologia/Lsante01/Caesar/cae_bg00.html Bibliotheca Augustana – Iulius Caesar: Commentarii de bello Gallico]

Version vom 10. Januar 2026, 11:44 Uhr

Einleitung in die Germanische Altertumskunde

Die Beschäftigung mit der Germanischen Altertumskunde ist für jeden, der sich im Selbststudium[1] ein vertieftes und fundiertes Wissen über die frühen germanischen Völker aneignen möchte, nicht nur bereichernd, sondern auch spannend, weil sie weit über bloße Namen und Schlachtenberichte hinausgeht. Dieses Fachgebiet eröffnet den Zugang zu einer untergegangenen Welt, deren Spuren in Form von archäologischen Funden[2], Mythen[3], Sagen[4], Runen[5] und Berichten antiker Autoren bis in unsere Gegenwart reichen. Wer sich für die Ursprünge europäischer Kultur, für das Leben in vorstaatlichen Gesellschaften, für Glaubensvorstellungen, Stammeskulturen und für die Beziehung zwischen Mensch und Natur in einer vormodernen Zeit interessiert, findet hier ein faszinierendes Forschungsfeld.[6]

Im Selbststudium bietet die Germanische Altertumskunde nicht nur die Möglichkeit, ein eigenständiges und umfassendes Bild der germanischen Völker zu entwerfen, sondern auch ein tieferes Verständnis für die Ursprünge europäischer Geschichte und kultureller Identität zu gewinnen. Gerade weil viele Wissenslücken und Unsicherheiten bestehen, bleibt die Forschung über die Germanen ein offenes Feld, das sich hervorragend für eigenständige Studien und kritische Auseinandersetzungen eignet – ein Weg für alle, die sich mit der Herkunft und dem Selbstverständnis Europas beschäftigen wollen.

Beschreibung und Geschichte der Germanischen Altertumskunde

Die Germanische Altertumskunde bezeichnet ein interdisziplinäres Fachgebiet innerhalb der Geschichts- und Kulturwissenschaften[7][8], das sich mit der Erforschung der materiellen Kultur, sozialen Strukturen, Religion[9] und Sprache[10] der germanischen Völker von der Vorgeschichte bis zur frühen Mittelalterzeit beschäftigt. Dabei werden archäologische Funde, schriftliche Quellen und sprachwissenschaftliche Zeugnisse systematisch ausgewertet, um ein umfassendes Verständnis der germanischen Gesellschaften zu erlangen. Das Fachgebiet verbindet methodisch Archäologie[11], Philologie[12], Religionswissenschaft[13] und Geschichte und wurde im 19. Jahrhundert als eigenständige Disziplin etabliert. Heute erfolgt die Forschung überwiegend interdisziplinär und international vernetzt, häufig innerhalb der Vor- und Frühgeschichte[14], Skandinavistik[15] und Altgermanistik.

Reallexikon der Germanischen Altertumskunde

Das Reallexikon der Germanischen Altertumskunde ist ein umfassendes, mehrbändiges enzyklopädisches Nachschlagewerk, das in systematischer und alphabetischer Form den aktuellen Forschungsstand zur Kultur- und Sachgeschichte der germanischen Völker in vor- und frühgeschichtlicher Zeit sowie im frühen Mittelalter dokumentiert. Es stellt seit seinem ersten Erscheinen eines der bedeutendsten und am häufigsten konsultierten Referenzwerke der internationalen germanischen Altertumskunde, der Frühmittelalterforschung und der historischen Archäologie dar.

Jeder Artikel des Lexikons ist von ausgewiesenen Fachwissenschaftlern verfasst und schließt neben einer quellen- und literaturgestützten Darstellung des jeweiligen Themas stets mit einer ausführlichen Bibliographie, die den aktuellen Forschungsstand berücksichtigt. Die behandelten Stichworte umfassen dabei sowohl Personennamen, Sachbegriffe, Fundorte und mythologische Gestalten als auch übergreifende Sachthemen wie Siedlungswesen, Recht, Kult oder Handel.

Das Reallexikon besitzt in der Fachwelt den Rang eines Standardwerks und wird insbesondere wegen seiner interdisziplinären Ausrichtung geschätzt, da es archäologische, historische, sprach- und literaturwissenschaftliche sowie religionsgeschichtliche Perspektiven vereint. Es bietet damit nicht nur eine verlässliche Grundlage für die wissenschaftliche Forschung, sondern dient zugleich als unverzichtbares Hilfsmittel für Studierende und Lehrende der Germanischen Altertumskunde.[16]

Lehr- und Lernmaterialien für das Selbststudium

Antike Schriftquellen

Die folgenden antiken Autoren[17] haben in ihren Werken zeitgenössische oder überlieferte Berichte über die germanischen Völker hinterlassen und bilden bis heute eine zentrale Quellengrundlage der Germanischen Altertumskunde.

Germania (Publius Cornelius Tacitus)

Annales (Publius Cornelius Tacitus)

Commentarii de bello Gallico (Gaius Iulius Caesar)

Naturalis historia (Plinius der Ältere)

Vorlage:Wikisource Vorlage:Wikipedia

Lateinische Ausgaben

Übersetzungen

Geographika (Strabon)

  • Geographica | Englische Übersetzung von Hans Claude Hamilton und William Falconer im Perseus Project
  • Geographica | Englische Übersetzung von Horace Leonard Jones in LacusCurtius
  • Geographica | Griechischer Text im Perseus Project

De origine actibusque Getarum bzw. Getica (Jordanes)

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Werke von Claudius Ptolemäus

Werke von Cassius Dio

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Neuzeitliche Literaturquellen

  • Beck, Heinrich (Hrsg.): Reallexikon der Germanischen Altertumskunde. 2., neubearbeitete Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2008.
  • Mees, Bernard: Germanische Altertumskunde. Ein einführender Überblick. de Gruyter, Berlin 2010.
  • Simek, Rudolf: Religion und Mythologie der Germanen. C. H. Beck, München 2003.

Weitere Informationen und Quellen im Internet

Vorlage:Wikipedia Vorlage:Wikipedia

Anmerkungen, Begriffserklärungen und sonstige Fußnoten

  1. Begriffserklärung: Der Begriff Selbststudium bezeichnet eine Lernform, bei der eine Person Wissen, Fähigkeiten oder Kompetenzen eigenständig und unabhängig von formalen Unterrichtsangeboten erwirbt. Es erfolgt selbstgesteuert, wobei Lerninhalte, Tempo und Methoden meist individuell gewählt werden. Ziel des Selbststudiums ist es, sich selbstständig Wissen anzueignen, Verständnis zu vertiefen oder persönliche Lernziele zu erreichen.
  2. Archäologischer Fund | Wikipedia
  3. Germanische Mythologie | Wikipedia
  4. Kategorie:Germanische Sagengestalt | Wikipedia
  5. Runen | Wikipedia
  6. Germanen, germanische Völker, Germanien (Wissenschaft, Forschung, Lehre) | Wikiversität (Wikiversity)
  7. Geschichtswissenschaft | Wikipedia
  8. Kulturwissenschaft | Wikipedia
  9. Germanische Religion | Wikipedia
  10. Urgermanische Sprache | Wikipedia
  11. Archäologie | Wikipedia
  12. Philologie | Wikipedia
  13. Religionswissenschaft | Wikipedia
  14. Ur- und Frühgeschichte | Wikipedia
  15. Skandinavistik | Wikipedia
  16. Reallexikon der Germanischen Altertumskunde | Wikipedia
  17. Germanen, germanische Völker, Germanien (Wissenschaft, Forschung, Lehre) (Abschnitt: Die Germanen in den antiken Quellen) | Wikiversität (Wikiversity)