Altnorwegische Sprache: Unterschied zwischen den Versionen

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Aktuelle Version vom 13. Februar 2026, 12:45 Uhr

Die altnorwegische Sprache bezeichnet die mittelalterliche Form des Norwegischen, die vom 9. bis zum 14. Jahrhundert in Norwegen gesprochen und geschrieben wurde. Sie ist eine Variante des Altnordischen, der gemeinsamen Sprache der nordgermanischen Völker, und entwickelte sich aus der urgermanischen Sprache. Die altnorwegische Sprache war nicht nur die gesprochene Alltagssprache der Bevölkerung, sondern auch die Sprache schriftlicher Dokumente, rechtlicher Texte und literarischer Werke. Sie bildet eine zentrale Grundlage für die Entwicklung des modernen Norwegisch.

Die altnorwegische Sprache wurde vor allem durch die Verwendung von Runenschriften und später durch die Einführung des lateinischen Alphabets dokumentiert. Im 12. Jahrhundert begann eine Phase intensiver schriftlicher Produktion, in der Texte wie Gesetze, religiöse Schriften und Königsbiographien verfasst wurden. Ein bekanntes Werk aus dieser Zeit ist die „Heimskringla“, eine Sammlung von Königs- und Sagenberichten, die Snorri Sturluson zugeschrieben wird. Die altnorwegische Sprache war auch die Literatursprache vieler Sagas, die in Norwegen entstanden und später in Island weitergeführt wurden.

Charakteristisch für die altnorwegische Sprache ist ihr komplexes grammatikalisches System, das stark an das Altnordische angelehnt ist. Sie wies ein reiches Flexionssystem für Nomen, Verben und Adjektive auf und verwendete typische altnordische Phänomene wie die Kenningar, poetische Umschreibungen. Zudem war die altnorwegische Sprache eng mit der nordischen Mythologie und Kultur verbunden, was sich in ihrem Vokabular und den erhaltenen Texten widerspiegelt.

Im Verlauf des Spätmittelalters begann die altnorwegische Sprache unter dem Einfluss externer Faktoren, wie der dänischen Herrschaft und der Reformation, Veränderungen zu unterliegen. Ab dem 14. Jahrhundert entwickelte sich das Mittelnorwegische, das eine Übergangsphase zur modernen norwegischen Sprache darstellt. Heute wird die altnorwegische Sprache vor allem in der Mediävistik und der nordischen Philologie erforscht, da sie wichtige Einblicke in die kulturelle und sprachliche Geschichte Skandinaviens bietet.

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