Tacitus’ Germania: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 6. Januar 2026, 16:54 Uhr

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Tacitus’ Germania

Datei:Codex Aesinas Germania Incipt facsimile.jpg
Das Faksimile des Incipts der Germania des Tacitus des Codex Aesinas Latinus.

Bei der Übersetzung von „Tacitus’ Germania“ in die deutsche Sprache handelt es sich erst um eine wortgetreue und auch moderne Übertragung aller 46 Kapitel der Germania durch den Autor Andreas A. F. W. H. Ulrich sen. Die Germania ist das einzigste und zugleich wichtigste zusammenhängende Zeugnis der Antike über die germanischen Völker und ihren Lebensraum. Sie bildet die Grundlage unseres Wissens über ihre Herkunft, ihre Lebensweise und ihre Kultur. Die neue Übersetzung bewahrt Sinn, Terminologie und größtmögliche Nähe zur Syntax des altlateinischen Originals ohne interpretative Zusätze oder inhaltliche Vereinfachungen. Zugleich ist die Fassung so formuliert, dass sie sich flüssig und leicht verständlich lesen lässt. Frühere Übersetzungen sind oft in einer altertümlichen deutschen Sprache verfasst und daher schwer zugänglich. Eine moderne Übersetzung öffnet den Text dagegen für eine breitere Leserschaft und trägt dazu bei, die Bedeutung der Germanen für die europäische Geschichte besser zu verstehen. Die neue Übersetzung ist als Arbeitsmaterial für das Selbststudium gedacht; etwaige Modernisierungen betreffen ausschließlich die deutsche Ausdrucksweise und Orthografie, nicht den Inhalt. Die Arbeit ist Teil der Selbststudie „Germanen, germanische Völker, Germanien (Wissenschaft, Forschung, Lehre)“.

Die Geschichte von Tacitus’ Germania

Die Germania, mit vollem Titel De origine et situ Germanorum („Über Ursprung und geographische Lage der Germanen“), wurde um 98 n. Chr. von dem römischen Senator und Historiker Publius Cornelius Tacitus verfasst. In dieser ethnographischen Schrift beschreibt Tacitus die Lebensweise, Sitten, Stammesstrukturen und Kriegsführung der germanischen Völker nördlich des Römischen Reiches.

Das Werk entstand in einer Zeit, in der die Expansion Roms an der Rhein- und Donaugrenze auf Widerstand stieß. Tacitus wollte seinen römischen Lesern ein Bild der Germanen vermitteln, das einerseits die Gefährlichkeit dieser Nachbarn betonte, andererseits aber auch ihre „ursprüngliche Tugendhaftigkeit“ dem vermeintlich dekadenten Rom gegenüberstellte.

Die Schrift war im Mittelalter zeitweise verschollen, wurde jedoch im 15. Jahrhundert wiederentdeckt und hatte großen Einfluss auf das europäische Geschichts- und Selbstverständnis. Besonders in der Neuzeit wurde die Germania häufig politisch und ideologisch instrumentalisiert – von der Romantik bis hin zur nationalsozialistischen Propaganda.

Heute gilt sie als eine der wichtigsten Quellen für das frühe Bild der germanischen Völker, muss jedoch kritisch gelesen werden, da Tacitus’ Darstellung zugleich auch von römischer Perspektive und politischen Absichten geprägt ist.

Siehe dazu auch:

Tacitus’ Germania in deutscher Sprache

Die Übersetzung von Tacitus’ Germania erfolgt kapitelweise. Zunächst wird eine wortgetreue Übersetzung verfasst, anschließend folgt eine leichter verständliche Version. Das bedeutet, dass die zuvor kompliziert formulierte, wortgetreue Übersetzung anschließend in eine klarere und leichter lesbare Fassung übertragen wird. Beide Übersetzungen werden jeweils untereinander dargestellt. Die Originaltexte werden im unteren Abschnitt „Lateinischer Originaltext“ aufgeführt.

Das Werk gliedert sich in zwei Hauptteile:

Allgemeiner Teil (Kapitel 1–27)

  • Kapitel 1–5: Beschreibung Germaniens – Grenzen, Volk, Landschaft und Bodenschätze. Tacitus schildert das Land als rau und unwirtlich, die Germanen als ursprünglich, unvermischt und an die Härte des Landes angepasst.
  • Kapitel 6–15: Öffentliches Leben – Kriegswesen, Religion, Volksversammlungen, Rechtsprechung und Fürsten. Tacitus hebt Mut im Kampf, aber auch Müßiggang und Disziplinlosigkeit hervor.
  • Kapitel 16–27: Privates Leben – Häuser, Kleidung, Ehe, Erziehung, Erbrecht, Gastfreundschaft, Feste, Spiele, Landwirtschaft und Bestattung. Die Germanen erscheinen als sittsam, monogam und treu, zugleich aber ausschweifend bei Festen.

Besonderer Teil (Kapitel 28–46)

(Tacitus beschreibt hier einzelne Völker mit ihren Eigenarten.)

  • Kapitel 28–29: Stämme im Westen und Süden (u. a. Helvetier, Bojer, Treverer, Nervier, Ubier, Bataver, Mattiaker).
  • Kapitel 30–31: Die Chatten – militärisch organisiert, Haar- und Barttracht als Kriegsritual.
  • Kapitel 32–34: Weitere westliche Stämme (Tenkterer, Brukterer, Angrivarier, Chamaver, Friesen u. a.).
  • Kapitel 35–37 Nördliche Stämme (Chauken, Cherusker, Kimbern).
  • Kapitel 38–45: Die Sueben und zahlreiche Unterstämme (Semnonen, Langobarden, Hermunduren, Markomannen, Quaden, Aesti u. a.), mit besonderen Bräuchen wie Haartracht, Kult der Nerthus und Bernsteinhandel.
  • Kapitel 46: Grenzvölker im Osten (Peukiner, Veneter, Fenni), deren Zugehörigkeit zu den Germanen unklar bleibt.


P. CORNELI TACITI DE ORIGINE ET SITV GERMANORVM
TACITUS’ GERMANIA

Kapitel 1

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Kapitel 2

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Kapitel 3

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Kapitel 4

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Kapitel 5

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Kapitel 6

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Kapitel 7

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Kapitel 8

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Kapitel 9

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Kapitel 10

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Kapitel 11

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Kapitel 12

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Kapitel 13

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Kapitel 14

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Kapitel 15

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Kapitel 16

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Kapitel 17

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Kapitel 18

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Kapitel 19

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Kapitel 20

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Kapitel 21

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Kapitel 22

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Kapitel 23

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Kapitel 24

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Kapitel 25

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Kapitel 26

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Kapitel 27

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Kapitel 28

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Kapitel 29

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Kapitel 30

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Kapitel 31

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Kapitel 32

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Kapitel 33

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Kapitel 34

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Kapitel 35

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Kapitel 36

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Kapitel 37

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Kapitel 38

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Kapitel 39

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Kapitel 40

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Kapitel 41

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Kapitel 42

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Kapitel 43

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Kapitel 44

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Kapitel 45

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Kapitel 46

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Tacitus’ Germania in lateinischer Sprache als antike Textquelle dieser Übersetzung

Lateinische Wörterbücher für diese Übersetzung

Lateinischer Originaltext