Schwarz Digits: Datacenter Lübbenau

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Schwarz Digits: Datacenter Lübbenau

Das Unternehmen Schwarz Digits realisiert mit dem Bau eines neuen Rechenzentrums in Lübbenau ein Infrastrukturvorhaben von außerordentlicher Tragweite. Mit einem Investitionsvolumen von elf Milliarden Euro handelt es sich um die größte Einzelinvestition in der Geschichte des Unternehmens. Bis Ende des Jahres 2027 entsteht auf dem Gelände eines ehemaligen Kraftwerks in der Lausitz ein technologisch hochentwickelter Standort, der einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der digitalen Souveränität in Deutschland und der Europäischen Union leisten soll. Vor dem Hintergrund globaler geopolitischer und wirtschaftlicher Unsicherheiten, die in ihrer Relevanz an die strukturellen Herausforderungen der Energiekrise erinnern, gewinnt der Aufbau unabhängiger und sicherer digitaler Infrastrukturen zunehmend strategische Bedeutung.

Das Datacenter in Lübbenau ist als zentrale Komponente dieser Strategie konzipiert und vereint digitale Transformation, technologische Eigenständigkeit und regionale Verantwortung. Es soll künftig eine Schlüsselrolle innerhalb der europäischen Cloud-Landschaft einnehmen und höchste Anforderungen an Datenschutz, Datensicherheit und regulatorische Konformität – insbesondere mit Blick auf die DSGVO sowie weitere EU-Datenschutzstandards – erfüllen. Ziel ist es, einen der modernsten europäischen Rechenzentrumsstandorte zu schaffen, der Unternehmen, öffentliche Institutionen und regulierte Branchen langfristig eine zuverlässige und rechtssichere digitale Basis bietet. Gleichzeitig dient das Projekt als Fundament dafür, dass Schwarz Digits die Position als erster deutsch-europäischer Hyperscaler ausbauen kann.

In technischer Hinsicht ist der Standort auf eine Anschlussleistung von rund 200 Megawatt ausgelegt und zählt damit zu den leistungsfähigsten Rechenzentrumsinfrastrukturen Europas. Die geplante Kapazität ermöglicht eine etwa siebenfache Steigerung der gesamten Rechenleistung der Schwarz Gruppe. Der modulare Aufbau erfolgt in zwei Bauabschnitten, wodurch zukünftige Erweiterungen flexibel realisierbar sind. Zudem kann das Rechenzentrum bis zu 100.000 Grafikprozessoren aufnehmen, was optimale Voraussetzungen für den Aufbau, das Training und den produktiven Einsatz umfangreicher KI-Modelle einschließlich komplexer Inferenzprozesse schafft.

Die Wahl des Standorts resultiert aus einer langjährigen kooperativen Beziehung zwischen der Schwarz Gruppe und der Stadt Lübbenau. Bereits seit 1996 betreibt das Unternehmen dort bedeutende logistische Kapazitäten, darunter das zweitgrößte Kaufland-Logistikzentrum in Deutschland mit über 1.100 Beschäftigten. Diese bestehende wirtschaftliche Präsenz und das damit verbundene Vertrauen bildeten eine zentrale Grundlage für die erneute Entscheidung zugunsten des Standorts.

Besondere Bedeutung kommt den ökologischen Aspekten des Projekts zu. Durch die Nutzung eines Brownfield-Geländes wird eine vormals industriell genutzte Fläche revitalisiert, sodass zusätzlicher Flächenverbrauch vermieden und eine nachhaltige Rückführung in moderne Nutzung ermöglicht wird. Darüber hinaus setzt das Vorhaben neue Maßstäbe hinsichtlich Ressourcenökonomie und Energieeffizienz und gilt damit als richtungsweisendes Beispiel für nachhaltige Rechenzentrumsentwicklung in Europa.