Scientia.wiki:Allgemeines Regelwerk

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Dies ist das allgemeine Regelwerk von scientia.wiki, denn ganz ohne geht es nicht. Hier findest du alle wichtigen Bestimmungen zur freien und offenen Forschung in der Wikiversity. Die Seite fördert kollaborative Forschung, den Austausch zwischen Fachbereichen, verständliche wissenschaftliche Inhalte sowie Transparenz und Nachprüfbarkeit von Forschungsergebnissen. Sie dient auch als Erleichterung für Primärforschung und Originalpublikationen, die in Wikimedia-Projekten nicht erlaubt sind, und integriert Schnittstellen zu Wikipedia, Wikiversity, Wikisource, Wikimedia Commons und Wikidata.

Regelwerk für Forschungsarbeiten

Im scientia.wiki ist die Durchführung wissenschaftlicher Primärforschung (Originalforschung) ausdrücklich zulässig, sofern sie den anerkannten wissenschaftlichen Standards entspricht und auf methodisch nachvollziehbarer sowie ethisch einwandfreier Grundlage beruht. Forschende, die sich ernsthaft und systematisch mit wissenschaftlichen Fragestellungen auseinandersetzen, werden ermutigt, ihre Projekte in der Plattformumgebung zu entwickeln, zu dokumentieren und zu veröffentlichen. Darüber hinaus bietet scientia.wiki eine geeignete Struktur für die Durchführung formaler Begutachtungsverfahren (Peer Reviews).

Es wird empfohlen, Projekte der Primärforschung eindeutig zu kennzeichnen, um ihre Auffindbarkeit und wissenschaftliche Einordnung zu erleichtern. Alle im scientia.wiki tätigen Personen sind verpflichtet, die Grundsätze guter wissenschaftlicher Praxis einzuhalten. Autorinnen und Autoren von Primärforschung sollen ihre Arbeiten einer kritischen Überprüfung durch andere Forschende unterziehen und erhaltene fachliche Rückmeldungen aktiv berücksichtigen. Zugleich wird die Gemeinschaft dazu angehalten, sich gegenseitig konstruktives und qualitätssicherndes Feedback zu geben. Methoden, Ergebnisse und Bewertungen, die im Rahmen der Primärforschung entstehen, werden dauerhaft dokumentiert und archiviert.

Im Gegensatz zu den Wikimedia-Projekten, die keine Primärforschung zulassen, ist im scientia.wiki gemeinschaftliche Primärforschung nicht nur erlaubt, sondern ausdrücklich erwünscht. Das Projekt versteht sich als offenes wissenschaftliches Umfeld, das die Möglichkeiten kollaborativer Forschung im digitalen Raum systematisch erprobt und weiterentwickelt.

Im scientia.wiki muss jede Form der Primärforschung wissenschaftlich fundiert sein. Begutachtungen durch qualifizierte Fachpersonen gelten als zentraler Mechanismus zur Sicherstellung von Qualität, Nachvollziehbarkeit und wissenschaftlicher Integrität. Auch kritische Analysen bestehender Forschungsliteratur können neue wissenschaftliche Erkenntnisse generieren; sofern sie neuartige Schlussfolgerungen enthalten, unterliegen sie ebenfalls einem Peer-Review-Verfahren.

Es wird erwogen, wissenschaftliche Forschungsarbeiten gemeinschaftlich zu verfassen. Konkret bedeutet dies, dass zum Beispiel die eigene in scientia.wiki veröffentlichte wissenschaftliche Arbeit von anderen Nutzenden erweitert werden kann – ähnlich wie Artikel in der Wikipedia. Dabei sollte der grundlegende Aufbau der Forschungsarbeit unverändert bleiben, während inhaltliche Ergänzungen ausdrücklich erwünscht sind. Von diesem Verfahren wird erhofft, dass durch die Nutzung von Kollektivintelligenz neue wissenschaftliche Ideen entstehen und erfolgreich in die Praxis umgesetzt werden könnten.

Neben Primärforschung sind im scientia.wiki auch andere Formen wissenschaftlicher Arbeit ausdrücklich willkommen. Dazu zählen beispielsweise wissenschaftliche Artikel in Form von Wissenschaftsjournalismus, Aufsätze, Essays oder ähnliche Formate. Ziel ist es, eine möglichst vielfältige, kreative und gut dokumentierte wissenschaftliche Auseinandersetzung zu fördern.

Die Plattform unterscheidet verschiedene Formen der Begutachtung. Eine erste, informelle Form entsteht durch die offene Beteiligung der Gemeinschaft, deren Aussagekraft jedoch begrenzt sein kann. Formale interne Reviews werden von anerkannten Mitgliedern der wissenschaftlichen Gemeinschaft durchgeführt und folgen einem festgelegten Verfahren. Die Ergebnisse dieser Begutachtungen werden dauerhaft mit dem jeweiligen Forschungsprojekt verknüpft und bilden eine qualifizierte Bewertung der Arbeit.

Siehe auch:

Wie kann ich eine Seite erstellen?

Bevor du mit der eigentlichen Arbeit startest, findest du in diesem Abschnitt praktische Tipps zur Erstellung von Seiten.

Verlinkungen im Text (optional)

Das hier ist nicht Wikipedia: Wissenschaftliche Arbeiten werden häufig auch in gedruckter Form verbreitet, weshalb Verlinkungen einzelner Begriffe (blaue Hyperlinks) in der Druckversion nicht sichtbar sind. Deshalb empfiehlt es sich, wichtige Begriffe im Anhang darzustellen, zum Beispiel in Anmerkungen oder Fußnoten am Ende der Seite.

Wie baue ich eine wissenschaftliche Forschungsarbeit auf?

Eine entsprechende Forschungsarbeit kannst du folgendermaßen aufbauen, aber du musst es nicht auf diese Art tun. Der Aufbau hat nur gewisse Vorteile bei der Nachvollziehbarkeit und Überprüfung. Die Überschriften können für die Wikisyntax kopiert und in die eigene Arbeit eingefügt werden.

__INDEX__

= Titel =

  • Der Titel sollte präzise und aussagekräftig sein, das Thema der Forschungsarbeit klar benennen und idealerweise den Forschungsfokus widerspiegeln.

== Abstract ==

  • Eine kurze Zusammenfassung der Arbeit (ca. 150–250 Wörter), die Forschungsfrage, Methodik, zentrale Ergebnisse und Schlussfolgerungen in komprimierter Form darstellt.

== 1. Einleitung ==

  • Hier wird das Forschungsthema eingeführt, die Relevanz erläutert und der Leser auf den Inhalt der Arbeit vorbereitet. Meist werden auch der Kontext und Hintergrundinformationen genannt.

== 2. Theoretischer Hintergrund und aktueller Forschungsstand ==

  • Darstellung des aktuellen Wissensstandes zu dem Thema. Dazu gehört die Zusammenfassung bisheriger Forschung, Theorien und Modelle sowie die Identifikation von Forschungslücken.

== 3. Forschungsfrage und Zielsetzung ==

  • Präzise Formulierung der Forschungsfrage(n) und der Ziele der Arbeit. Dieser Abschnitt definiert, was die Arbeit zu beantworten oder zu erreichen versucht.

== 4. Methodik ==

  • Beschreibung der verwendeten Methoden, Datenquellen, Experimente oder Analyseverfahren. Hier wird erklärt, wie die Forschung durchgeführt wurde, damit sie nachvollziehbar und reproduzierbar ist.

== 5. Ergebnisse ==

  • Darstellung der gesammelten Daten, Beobachtungen oder experimentellen Befunde. Ergebnisse sollten objektiv und strukturiert präsentiert werden, ggf. mit Tabellen, Abbildungen oder Diagrammen.

== 6. Diskussion oder/und Interpretation der Ergebnisse ==

  • Analyse und Interpretation der Ergebnisse im Kontext der Forschungsfrage und des theoretischen Hintergrunds. Hier werden auch Limitationen der Arbeit und mögliche Fehlerquellen diskutiert.

== 7. Schlussfolgerung ==

  • Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse, Beantwortung der Forschungsfrage und Darstellung der praktischen oder theoretischen Relevanz der Ergebnisse.

== 8. Ausblick (optional) ==

  • Hier werden mögliche zukünftige Forschungsvorhaben, offene Fragen oder weiterführende Anwendungen beschrieben.

== 9. Autorenschaft (optional) ==

  • In dem Abschnitt „Autorenschaft“ kann auf die Versionsgeschichte der Arbeit mit einem Link verwiesen werden.

== Literaturverzeichnis (nicht bei Primärforschung) ==

  • Auflistung aller verwendeten Quellen nach wissenschaftlichen Standards damit die Arbeit nachvollziehbar und überprüfbar ist.

== Fußnoten ==

  • Zusätzliche Materialien wie Rohdaten, Fragebögen, ausführliche Tabellen oder ergänzende Abbildungen, die im Haupttext zu umfangreich wären.

[[Kategorie:scientia.wiki]]

[[Kategorie:Wikiscience]]

Was ist der Artikelabschnitt „scientia.wiki-Brainstorming“?

Der Abschnitt „scientia.wiki-Brainstorming“ ist ein Teil einer Forschungsarbeit in diesem Projekt, in dem erste Überlegungen zu einem wissenschaftlichen Thema festgehalten werden können. Er stellt keinen verbindlichen Bestandteil der Arbeit und kein Forschungsergebnis dar. Es besteht daher keine Verpflichtung, einen solchen Abschnitt anzulegen. Dennoch kann ein „Wikiscience-Brainstorming“ wertvolle Impulse liefern und neue Ideen fördern, die ein Forschungsprojekt wesentlich erweitern können. Der Abschnitt sollte sich aber vom Rest der neutralen Arbeit abheben, da er einen persönlichen Standpunkt vermittelt.

Was ist der Unterschied zwischen Primärquellen und Sekundärquellen?

  • Primärquellen sind unmittelbare, originale Informationsquellen. Sie stammen direkt aus der Zeit oder vom Ort eines Ereignisses und wurden nicht durch Interpretationen oder Analysen anderer Personen verändert. Typische Merkmale von Primärquellen sind, dass sie aus erster Hand stammen, originale Dokumente, Augenzeugenberichte, Daten oder Artefakte enthalten und direkt in der Forschung genutzt werden, um auf das Originalmaterial zuzugreifen. Beispiele für Primärquellen sind Briefe, Tagebücher, Memoiren, Originaldokumente wie Verträge oder Gesetzestexte, Fotos, Filme oder Tonaufnahmen aus der Zeit des Ereignisses sowie Forschungsdaten oder Experimente. Ein konkretes Beispiel in der Geschichtsforschung wäre das Tagebuch eines Soldaten aus dem Zweiten Weltkrieg, das direkt seine Erlebnisse dokumentiert.
  • Sekundärquellen hingegen sind Interpretationen, Zusammenfassungen oder Analysen von Primärquellen. Sie werden von Personen erstellt, die das Originalmaterial auswerten, kommentieren oder in einen größeren Zusammenhang einordnen. Sekundärquellen basieren auf Primärquellen, enthalten Analyse, Bewertung oder Interpretation und dienen der Erklärung und Einordnung eines Themas. Beispiele dafür sind Geschichtsbücher, Fachartikel, Enzyklopädien, kritische Analysen oder Biografien, die auf Briefen oder Dokumenten beruhen. Ein Beispiel wäre ein Buch über den Zweiten Weltkrieg, das auf Tagebüchern, Interviews und offiziellen Dokumenten basiert und die Ereignisse interpretiert.