Kritik an der deutschsprachigen Wikiversity: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 6. Dezember 2025, 14:15 Uhr

Die deutschsprachige Wikiversity versteht sich als Plattform für frei zugängliche Lernmaterialien, doch in der praktischen Entwicklung des Projekts haben sich zahlreiche Probleme verfestigt, die seit Jahren Gegenstand vielfältiger Kritik sind.
Ein wesentlicher Kritikpunkt betrifft die fehlende inhaltliche Ausrichtung. Während die ursprüngliche Idee des Projekts auch die Förderung und Dokumentation wissenschaftlicher Forschung vorsah, spielt dieser Bereich heute faktisch keine Rolle mehr. Stattdessen konzentriert sich die Plattform nahezu ausschließlich auf die Erstellung von Lehrmaterialien. Forschungsprojekte, wissenschaftsnahe Dokumentationen oder kooperative akademische Arbeiten finden dort kaum Beachtung und sind praktisch nicht mehr Bestandteil des aktiven Projektgeschehens.
Hinzu kommt die sehr geringe personelle Vielfalt innerhalb der aktiven Community. Tatsächlich schreiben dort nur wenige langjährige Autorinnen und Autoren regelmäßig, sodass das Projekt stark von einer kleinen Gruppe geprägt wird. Neue Mitwirkende werden nach übereinstimmenden Berichten weitgehend ignoriert oder erhalten kaum konstruktive Rückmeldungen. Dies führt zu einer hohen Einstiegshürde und erschwert die Entwicklung einer breiteren, dynamischen Gemeinschaft. In vielen Fällen fehlt es an Unterstützung, Orientierung oder Motivation, sodass neue Autorinnen und Autoren kaum eine Chance haben, sich dauerhaft zu etablieren.
Auch der organisatorische Aufbau der Plattform bleibt problematisch. Entscheidungsprozesse sind schwer nachvollziehbar, verbindliche Qualitätsmaßstäbe fehlen weitgehend, und inhaltliche Pflege findet häufig nur sporadisch statt. Die Folge ist eine deutliche Qualitätsstreuung, die den pädagogischen Wert vieler Seiten beeinträchtigt. Verstärkt wird dies durch den nachweislich bestehenden Anteil an Urheberrechtsverletzungen, die in Form ungekennzeichneter Übernahmen aus externen Quellen seit Jahren immer wieder auftreten. Diese Situation stellt nicht nur ein rechtliches Risiko dar, sondern schadet auch nachhaltig der Glaubwürdigkeit des Projekts.
Insgesamt zeigt sich, dass die deutschsprachige Wikiversity weit hinter ihren ursprünglichen Ambitionen zurückbleibt. Die Konzentration auf Lehrmaterialien, die geringe Community-Beteiligung, die fehlende Förderung wissenschaftlicher Forschung und zahlreiche organisatorische Defizite beeinträchtigen die Qualität und den Nutzen der Plattform erheblich.