Germanische Stämme

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Die germanischen Stämme bildeten in der Antike und im Frühmittelalter eine Vielzahl ethnischer, sprachlicher und politischer Gemeinschaften in Mittel-, Nord- und Osteuropa. Sie waren nicht als ein einheitliches Volk organisiert, sondern bestanden aus zahlreichen Stammesgruppen mit eigenen Traditionen, Herrschaftsformen und religiösen Vorstellungen. Die Bezeichnung germanisch stammt aus römischen und griechischen Quellen und fasst Gruppen zusammen, die sich selbst nicht als geschlossene Einheit verstanden. Archäologische Funde, Sprachvergleiche und antike Berichte erlauben dennoch eine grobe Rekonstruktion ihrer Geschichte, Wanderungen und kulturellen Eigenarten.

Aduatuker

Die Aduatuker lebten im Gebiet des heutigen Belgien und standen an der Schnittstelle zwischen keltischen und germanischen Einflüssen. In den Berichten Caesars werden sie als wehrhafter Stamm mit stark befestigten Siedlungen beschrieben. Ihre soziale Organisation war offenbar stark auf militärische Verteidigung ausgerichtet. Nach der römischen Eroberung verloren sie ihre politische Eigenständigkeit.

Alamannen

Die Alamannen waren ein südwestgermanischer Stammesverband, der sich aus mehreren kleineren Gruppen bildete. Ihr Siedlungsgebiet erstreckte sich vom Oberrhein bis in den heutigen süddeutschen Raum. Sie traten wiederholt in Konflikt mit dem Römischen Reich und überschritten mehrfach den Limes. Aus ihnen gingen später die schwäbischen Bevölkerungsgruppen hervor.

Ambronen

Die Ambronen traten gemeinsam mit den Kimbern und Teutonen als wandernder Stamm auf. Sie verließen vermutlich ihre ursprünglichen Siedlungsgebiete im Norden Europas. In römischen Quellen erscheinen sie als Teil einer großen Wanderbewegung, die Rom ernsthaft bedrohte. Nach ihrer Niederlage verlieren sich ihre Spuren.

Ampsivarier

Die Ampsivarier siedelten ursprünglich an der unteren Ems. Sie waren ein vergleichsweise kleiner Stamm, der zwischen mächtigeren Nachbarn lebte. Konflikte mit benachbarten Gruppen führten zu ihrer Vertreibung. Später gingen sie vermutlich in anderen Stammesverbänden auf.

Angeln (Volk)

Die Angeln stammten aus der Region Angeln im heutigen Schleswig-Holstein. Gemeinsam mit Sachsen und Jüten wanderten sie nach Britannien aus. Dort gaben sie dem späteren England ihren Namen. Ihre Sprache bildete eine Grundlage des Altenglischen.

Angisciri

Die Angisciri werden in antiken Quellen im Donauraum erwähnt. Über ihre politische Organisation ist kaum etwas bekannt. Wahrscheinlich lebten sie in kleineren Siedlungsgemeinschaften. Ihr Name ist nur fragmentarisch überliefert.

Angrivarier

Die Angrivarier lebten im Gebiet an der mittleren Weser. Sie standen zeitweise unter dem Einfluss der Cherusker. In römischen Quellen erscheinen sie als Teil größerer Stammeskoalitionen. Später gingen sie vermutlich in sächsischen Gruppen auf.

Armalausi

Die Armalausi werden als ostgermanischer Stamm eingeordnet. Ihre genaue Herkunft bleibt unklar. Sie tauchen nur kurzzeitig in den schriftlichen Überlieferungen auf. Vermutlich wurden sie von größeren Wanderbewegungen erfasst.

Asdingen

Die Asdingen waren eine bedeutende Teilgruppe der Vandalen. Sie stellten zeitweise die Führungsschicht dieses Verbandes. Während der Völkerwanderung spielten sie eine wichtige Rolle bei der Organisation des Zuges nach Westen. In Nordafrika gingen sie im vandalischen Reich auf.

Atrebaten

Die Atrebaten waren ursprünglich ein keltischer Stamm, der später stark germanisiert wurde. Teile der Gruppe siedelten sowohl auf dem Kontinent als auch in Britannien. Sie pflegten enge Handelskontakte. Ihre kulturelle Identität war von mehreren Einflüssen geprägt.

Bajuwaren

Die Bajuwaren bildeten sich im frühen Mittelalter aus verschiedenen germanischen und romanischen Gruppen. Ihr Siedlungsgebiet lag im Alpenvorland. Sie entwickelten früh eine stabile Stammesstruktur. Aus ihnen entstand die Bevölkerung Altbayerns.

Barden (Volksstamm)

Die Barden werden in antiken Aufzählungen germanischer Gruppen genannt. Über ihre genaue Lebensweise ist wenig bekannt. Wahrscheinlich lebten sie in kleineren Gemeinschaften. Ihre historische Bedeutung liegt vor allem in der frühen Überlieferung.

Bastarnen

Die Bastarnen siedelten im Raum zwischen Karpaten und Schwarzem Meer. Sie galten als ethnisch gemischte Gruppe mit germanischen und sarmatischen Elementen. In römischen Quellen erscheinen sie sowohl als Verbündete als auch als Gegner. Ihre Identität blieb lange stabil.

Bataver

Die Bataver lebten im Rhein-Maas-Delta. Sie waren für ihre militärischen Fähigkeiten bekannt und dienten häufig als Elitesoldaten im römischen Heer. Trotz ihrer Loyalität kam es zu Aufständen. Ihr Name blieb regional lange erhalten.

Bateinoi

Die Bateinoi werden bei antiken Geografen erwähnt. Ihr Siedlungsgebiet wird im östlichen Mitteleuropa vermutet. Über ihre Kultur ist kaum etwas bekannt. Sie gehören zu den nur schwach belegten Gruppen.

Breisgauer

Die Breisgauer lebten im südlichen Oberrheingebiet. Sie gehörten zum alamannischen Kulturkreis. Ihre Identität war stark regional geprägt. Im Frühmittelalter gingen sie in größeren Verbänden auf.

Brukterer

Die Brukterer siedelten zwischen Ems und Lippe. Sie traten mehrfach in römischen Quellen als Gegner Roms auf. Interne Konflikte schwächten den Stamm. Später wurden sie Teil des fränkischen Verbandes.

Bucinobanten

Die Bucinobanten waren eine alamannische Teilgruppe im Maingebiet. Sie werden in römischen Militärberichten erwähnt. Ihr Name ist eng mit regionalen Siedlungsstrukturen verbunden. Politisch waren sie Teil größerer Einheiten.

Burgunden

Die Burgunden waren ein ostgermanisches Volk mit ursprünglich nördlicher Herkunft. Sie gründeten ein Königreich im Raum des heutigen Ostfrankreichs. Ihre Herrschaft verband germanische Traditionen mit römischen Verwaltungsformen. Das Burgunderreich prägte die Region nachhaltig.

Cananefaten

Die Cananefaten lebten im Rhein-Maas-Delta. Sie standen früh unter römischem Einfluss. Militärische Dienste spielten eine wichtige Rolle in ihrer Gesellschaft. Nach der Römerzeit gingen sie in anderen Gruppen auf.

Caeroser

Die Caeroser sind nur in wenigen Quellen erwähnt. Ihr Siedlungsgebiet ist unsicher. Wahrscheinlich handelte es sich um eine kleinere Stammesgruppe. Ihre Eigenständigkeit war begrenzt.

Chamaver

Die Chamaver siedelten am Niederrhein. Sie waren Teil des westgermanischen Kulturraums. Im Laufe der Zeit gingen sie in den Franken auf. Ihr Name verschwand früh aus den Quellen.

Charini

Die Charini sind lediglich namentlich überliefert. Über ihre Lebensweise existieren keine sicheren Angaben. Sie zählen zu den am wenigsten bekannten Gruppen. Ihre Erwähnung zeigt die Vielfalt der frühen Stämme.

Chatten

Die Chatten lebten im Gebiet des heutigen Hessen. Sie galten als diszipliniert und kampferfahren. Ihre soziale Ordnung war stark militärisch geprägt. Sie gelten als Vorfahren der Hessen.

Chattuarier

Die Chattuarier waren eng mit den Chatten verwandt. Ihr Siedlungsgebiet lag am Niederrhein. Sie traten in römischen Quellen als eigenständige Gruppe auf. Später gingen sie in fränkischen Verbänden auf.

Chauken

Die Chauken lebten an der Nordseeküste. Ihre Lebensweise war stark von Marschland und Küstenwirtschaft geprägt. Sie galten als freiheitsliebend. Römische Autoren beschrieben sie mit Respekt.

Cherusker

Die Cherusker siedelten zwischen Weser und Elbe. Sie erlangten Berühmtheit durch den Sieg über römische Legionen unter Arminius. Interne Machtkämpfe schwächten sie später. Ihr politischer Einfluss nahm rasch ab.

Condruser

Die Condruser lebten im Ardennenraum. Sie standen unter keltischem und germanischem Einfluss. Ihre wirtschaftliche Basis war Landwirtschaft. Nach der römischen Zeit verlieren sie sich in der Überlieferung.

Cugerner

Die Cugerner waren ein rheinischer Stamm im römischen Einflussbereich. Sie lebten in der Provinz Niedergermanien. Ihre Kultur war stark romanisiert. Politisch spielten sie eine untergeordnete Rolle.

Danduten

Die Danduten sind kaum dokumentiert. Ihr Name erscheint nur in wenigen Aufzählungen. Über ihre Herkunft ist nichts Sicheres bekannt. Sie gehören zu den Randgruppen der Überlieferung.

Dulgubnier

Die Dulgubnier werden von Tacitus erwähnt. Ihr Siedlungsgebiet lag vermutlich im nordwestlichen Germanien. Sie waren Teil größerer Stammeszusammenhänge. Eigenständige politische Strukturen sind nicht belegt.

Falchovarii

Die Falchovarii waren ein alamannischer Teilstamm. Sie lebten im südwestdeutschen Raum. Ihre Identität war eng an regionale Strukturen gebunden. Später gingen sie in größeren Gruppen auf.

Fosen (Stamm)

Die Fosen lebten im heutigen Norwegen. Sie zählen zu den frühen nordgermanischen Gruppen. Ihre Lebensweise war stark an Küste und Fjorde angepasst. Schriftliche Quellen sind selten.

Franken (Volk)

Die Franken waren ein westgermanischer Stammesverband am Rhein. Sie bildeten früh stabile Herrschaftsstrukturen. Aus ihnen ging das fränkische Großreich hervor. Dieses prägte die politische Ordnung Europas nachhaltig.

Frisiavonen

Die Frisiavonen lebten an der Nordseeküste. Sie waren eng mit den Friesen verwandt. Ihre Wirtschaft basierte auf Viehzucht und Handel. Politisch blieben sie kleinräumig organisiert.

Frisii

Die Frisii siedelten entlang der Nordseeküste. Sie bewahrten lange ihre Unabhängigkeit. Ihre Gesellschaft war vergleichsweise egalitär. Der Name Friesen blieb bis heute erhalten.

Gambrivier

Die Gambrivier gelten als frühe germanische Gruppe. Sie erscheinen in antiken Namenslisten. Über ihre Kultur ist wenig bekannt. Ihre Erwähnung zeigt die frühe Differenzierung.

Gauten

Die Gauten lebten im südlichen Schweden. Sie spielten eine wichtige Rolle in der nordischen Frühgeschichte. In späteren Quellen werden sie mit den Götar verbunden. Ihre Identität war langlebig.

Geidumner

Die Geidumner sind nur fragmentarisch belegt. Ihre genaue Einordnung ist unsicher. Wahrscheinlich handelte es sich um eine kleinere Gruppe. Sie sind ein Beispiel für lückenhafte Überlieferung.

Gepiden

Die Gepiden waren ein ostgermanischer Stamm im Karpatenbecken. Sie errichteten zeitweise ein eigenes Reich. Konflikte mit Nachbarn führten zu ihrem Untergang. Danach gingen sie in anderen Gruppen auf.

Gewissæ

Die Gewissæ waren ein angelsächsischer Stamm in Britannien. Sie spielten eine Rolle in der frühen englischen Geschichte. Ihr Name lebt in regionalen Bezeichnungen fort. Politisch waren sie Teil größerer Reiche.

Goten

Die Goten waren ein ostgermanisches Volk mit vermutlich nördlicher Herkunft. Sie teilten sich in Westgoten und Ostgoten. Beide Gruppen errichteten mächtige Reiche. Ihr Einfluss auf Europa war erheblich.

Graioceler

Die Graioceler lebten im Alpenraum. Sie standen unter starkem römischem Einfluss. Ihre Kultur war gemischt geprägt. Politisch traten sie kaum hervor.

Harier

Die Harier galten als besonders kriegerisch. Tacitus beschreibt ihre furchteinflößenden Kampftechniken. Sie nutzten psychologische Wirkung im Kampf. Ihre Bedeutung lag vor allem im militärischen Bereich.

Haruder

Die Haruder werden in römischen Quellen erwähnt. Sie waren ein kleiner Stamm ohne größere politische Rolle. Ihr Name ist nur kurzzeitig überliefert. Später verlieren sich ihre Spuren.

Helvekonen

Die Helvekonen sind nur schwach belegt. Ihre Herkunft bleibt unklar. Wahrscheinlich gehörten sie zum ostgermanischen Raum. Ihre Erwähnung ist rein namentlich.

Hermunduren

Die Hermunduren lebten im mitteldeutschen Raum. Sie pflegten enge Handelskontakte zu Rom. Ihre Beziehungen zum Reich waren vergleichsweise friedlich. Politisch waren sie stabil organisiert.

Holsten (Volksstamm)

Die Holsten siedelten im heutigen Schleswig-Holstein. Sie gehören zum nordgermanischen Kulturraum. Ihr Name lebt regional fort. Früh gingen sie in größeren Verbänden auf.

Holmrygir

Die Holmrygir waren ein skandinavischer Stamm. Sie lebten vermutlich im Ostseeraum. Über ihre Kultur ist wenig bekannt. Ihre Erwähnung stammt aus nordischen Quellen.

Hugas (Stammname)

Die Hugas sind nur in einer Quelle belegt. Ihre Identität ist unklar. Möglicherweise handelt es sich um einen Beinamen. Historische Details fehlen.

Inkrionen

Die Inkrionen sind lediglich namentlich überliefert. Über ihre Lebensweise existieren keine gesicherten Angaben. Sie zählen zu den kaum bekannten Gruppen. Ihre Erwähnung zeigt die Vielfalt der Namen.

Jüten

Die Jüten stammten aus Jütland. Sie wanderten nach Britannien aus. Dort prägten sie frühe Königreiche. Ihre Identität ging später im englischen Raum auf.

Juthungen

Die Juthungen waren ein alamannischer Stamm. Sie lebten im süddeutschen Raum. Römische Quellen berichten über ihre Raubzüge. Später gingen sie in anderen Gruppen auf.

Kaloukones

Die Kaloukones werden bei antiken Geografen genannt. Ihr Siedlungsgebiet ist unsicher. Wahrscheinlich lebten sie im Ostseeraum. Über ihre Kultur ist wenig bekannt.

Kampoi

Die Kampoi erscheinen auf antiken Karten. Ihre ethnische Zuordnung ist unklar. Möglicherweise handelte es sich um eine kleine Gruppe. Schriftliche Belege sind rar.

Kimbern

Die Kimbern waren ein wandernder Stamm aus dem Norden Europas. Sie zogen bis nach Italien. Ihre Wanderung erschütterte das Römische Reich. Nach ihrer Niederlage verschwinden sie aus den Quellen.

Kobandoi

Die Kobandoi werden von Ptolemäus erwähnt. Ihr Siedlungsgebiet ist nicht sicher lokalisiert. Sie gehören zu den wenig bekannten Gruppen. Ihre Erwähnung ist rein geografisch.

Krimgoten

Die Krimgoten lebten isoliert auf der Krim. Sie bewahrten ihre Sprache ungewöhnlich lange. Ihre Kultur war eine Mischung aus gotischen und lokalen Elementen. Erst spät verlieren sich ihre Spuren.

Langobarden

Die Langobarden wanderten aus dem Norden nach Italien. Dort errichteten sie ein Königreich. Ihre Herrschaft verband germanisches Recht mit römischer Tradition. Der Name Lombardei erinnert an sie.

Lemovier

Die Lemovier siedelten an der Ostseeküste. Sie gehörten zum nordgermanischen Raum. Über ihre politische Organisation ist wenig bekannt. Ihre Bedeutung liegt in der frühen Erwähnung.

Lentienser

Die Lentienser waren ein alamannischer Teilstamm. Sie lebten im Bodenseeraum. Ihre Identität war stark regional. Später gingen sie in größeren Verbänden auf.

Liste germanischer Stämme

Die Bezeichnung umfasst alle aus antiken Quellen bekannten germanischen Gruppen. Sie zeigt die Vielfalt und regionale Differenzierung. Viele Namen sind nur einmal überliefert. Die Liste ist ein wichtiges Forschungsinstrument.

Lugier

Die Lugier bildeten einen ostgermanischen Stammesverband im heutigen Polen. Sie spielten eine Rolle im Fernhandel. Ihre politische Struktur war föderativ. Später gingen sie in anderen Gruppen auf.

Markomannen

Die Markomannen siedelten in Böhmen. Sie waren zentrale Gegner Roms in den Markomannenkriegen. Ihre Könige verfügten über große Macht. Später verloren sie ihre Eigenständigkeit.

Marser (Germanien)

Die Marser lebten in Westfalen. Sie waren an religiösen Kulten beteiligt. Römische Quellen erwähnen ihre Heiligtümer. Politisch blieben sie kleinräumig.

Mattiaker

Die Mattiaker waren mit den Chatten verwandt. Sie lebten im Rhein-Main-Gebiet. Ihre Kultur war regional geprägt. Später gingen sie in fränkischen Gruppen auf.

Menapier

Die Menapier lebten an der Nordseeküste. Sie waren seefahrerisch erfahren. Ihre Landschaft war von Sümpfen geprägt. Das erschwerte römische Kontrolle.

Moselfranken

Die Moselfranken waren ein fränkischer Teilverband. Sie siedelten im Moselraum. Ihre Kultur verband römische und fränkische Elemente. Politisch waren sie früh integriert.

Narisker

Die Narisker lebten im heutigen Bayern. Sie standen in Kontakt mit Rom. Ihre Siedlungen lagen an wichtigen Verkehrswegen. Später gingen sie in anderen Gruppen auf.

Neckarsueben

Die Neckarsueben waren eine regionale Gruppe der Sueben. Sie lebten am Neckar. Ihre Identität war lokal geprägt. Politisch waren sie Teil größerer Verbände.

Nemeter

Die Nemeter lebten am Oberrhein. Sie waren früh romanisiert. Ihre Siedlungen lagen in römischen Provinzen. Die Eigenständigkeit war begrenzt.

Nervier

Die Nervier galten als besonders kriegerisch. Caesar beschreibt ihren Widerstand gegen Rom. Ihre Gesellschaft war streng organisiert. Nach der Eroberung verloren sie an Bedeutung.

Normannen

Die Normannen gingen aus skandinavischen Wikingern hervor. Sie siedelten sich in der Normandie an. Später eroberten sie England und Süditalien. Ihr Einfluss war europaweit.

Oberrheinsueben

Die Oberrheinsueben lebten im südwestdeutschen Raum. Sie gehörten zum suebischen Verband. Ihre Kultur war regional differenziert. Später gingen sie in den Alamannen auf.

Omanen

Die Omanen sind kaum erforscht. Sie erscheinen nur in antiken Namenslisten. Ihr Siedlungsgebiet ist unbekannt. Ihre Bedeutung ist gering.

Paemanen

Die Paemanen sind nur aus römischen Quellen bekannt. Ihr Lebensraum lag vermutlich im Westen. Über ihre Kultur ist wenig bekannt. Sie gingen früh in anderen Gruppen auf.

Quaden

Die Quaden lebten im Donauraum. Sie waren häufige Gegner Roms. Ihre politische Struktur war monarchisch geprägt. Später verloren sie ihre Eigenständigkeit.

Remer

Die Remer waren ein kleiner rheinischer Stamm. Sie lebten im Einflussbereich Roms. Ihre Kultur war stark romanisiert. Historisch treten sie kaum hervor.

Rheinfranken

Die Rheinfranken waren eine regionale Gruppe der Franken. Sie siedelten entlang des Rheins. Ihre Nähe zu Rom prägte ihre Entwicklung. Sie spielten eine wichtige Rolle im Reichsaufbau.

Rugier

Die Rugier lebten zunächst an der Ostsee. Später siedelten sie im Donauraum. Sie errichteten zeitweise eigene Herrschaften. Nach Niederlagen gingen sie in anderen Gruppen auf.

Sachsen (Volk)

Die Sachsen lebten im nordwestdeutschen Raum. Sie waren in kleinere Gaue gegliedert. Ihre Expansion führte nach Britannien. Später wurden sie Teil des Frankenreiches.

Salfranken

Die Salfranken siedelten im Rhein-Maas-Gebiet. Sie stellten die führende Gruppe im fränkischen Reich. Ihr Rechtssystem war einflussreich. Politisch prägten sie Westeuropa.

Semnonen

Die Semnonen waren Teil der Sueben. Sie galten als religiös besonders bedeutend. Kultische Rituale spielten eine große Rolle. Politisch waren sie einflussreich.

Sedusier

Die Sedusier sind kaum dokumentiert. Sie erscheinen nur in Namenslisten. Über ihre Herkunft ist nichts bekannt. Ihre Erwähnung ist rein formell.

Silingen

Die Silingen waren eine vandalische Teilgruppe. Sie lebten zeitweise in Schlesien. Später zogen sie mit den Vandalen nach Westen. Ihre Eigenständigkeit ging verloren.

Sithonen

Die Sithonen waren ein nordischer Stamm. Tacitus erwähnt sie im skandinavischen Raum. Ihre Gesellschaftsform war ungewöhnlich beschrieben. Weitere Details fehlen.

Skiren

Die Skiren lebten zeitweise im Donauraum. Sie standen in engem Kontakt mit anderen Ostgermanen. Politisch waren sie wechselhaft organisiert. Später gingen sie unter.

Sueben

Die Sueben waren ein Sammelbegriff für viele Stämme. Sie spielten eine zentrale Rolle in Mitteleuropa. Ihre Identität war flexibel. Viele Gruppen gingen aus ihnen hervor.

Sugambrer

Die Sugambrer lebten am Niederrhein. Sie waren frühe Gegner Roms. Teile wurden umgesiedelt. Später gingen sie in fränkischen Gruppen auf.

Sunuker

Die Sunuker lebten in der Eifelregion. Sie standen unter römischem Einfluss. Ihre Kultur war regional geprägt. Politisch waren sie unbedeutend.

Suardonen

Die Suardonen lebten im nördlichen Germanien. Über sie ist wenig bekannt. Sie erscheinen nur in antiken Aufzählungen. Ihre Geschichte bleibt unklar.

Suionen

Die Suionen gelten als frühe Bewohner Schwedens. Sie waren für ihre Flotte bekannt. Ihre Gesellschaft war stark hierarchisch. Sie spielten eine wichtige Rolle im Norden.

Taifalen

Die Taifalen lebten im Donauraum. Sie dienten teilweise im römischen Heer. Ihre Kultur war gemischt geprägt. Politisch traten sie selten eigenständig auf.

Tenkterer

Die Tenkterer lebten östlich des Rheins. Sie kämpften mehrfach gegen Rom. Ihre Mobilität war hoch. Später gingen sie in fränkischen Gruppen auf.

Terwingen

Die Terwingen waren eine gotische Teilgruppe. Sie lebten nördlich der Donau. Sie gelten als Vorläufer der Westgoten. Ihre Geschichte ist gut dokumentiert.

Teuriochaimai

Die Teuriochaimai lebten östlich der Elbe. Sie sind nur aus antiken Quellen bekannt. Ihre Kultur ist kaum erforscht. Ihre Erwähnung bleibt isoliert.

Teutonen

Die Teutonen traten gemeinsam mit den Kimbern auf. Sie nahmen an großen Wanderbewegungen teil. Römische Siege beendeten ihre Geschichte. Danach verschwinden sie aus den Quellen.

Thüringer

Die Thüringer bildeten im Frühmittelalter ein eigenes Königreich. Sie lebten im mitteldeutschen Raum. Ihre Herrschaft war kurzlebig. Dennoch prägten sie die Region.

Triboker

Die Triboker lebten im Elsass. Sie waren früh romanisiert. Ihre Siedlungen lagen in römischen Provinzen. Politisch spielten sie keine große Rolle.

Tubanten

Die Tubanten siedelten im heutigen Twente. Sie gehörten zum nordwestgermanischen Raum. Ihre Kultur war regional geprägt. Später gingen sie in anderen Gruppen auf.

Tuihanten

Die Tuihanten lebten im Gebiet des heutigen Overijssel. Sie sind aus römischen Quellen bekannt. Ihre politische Organisation ist unbekannt. Sie waren kleinräumig organisiert.

Tungerer

Die Tungerer gelten als Nachfolger der Eburonen. Sie lebten im heutigen Belgien. Ihre Kultur war stark romanisiert. Politisch waren sie Teil der Provinzordnung.

Turkilinger

Die Turkilinger standen im Zusammenhang mit Odoaker. Ihre Herkunft ist umstritten. Möglicherweise waren sie eine militärische Gefolgschaft. Ihre Eigenständigkeit war gering.

Ubier

Die Ubier wurden von den Römern auf das linke Rheinufer umgesiedelt. Dort entstand ihr Hauptort Köln. Sie waren stark romanisiert. Ihre Identität ging früh auf.

Ulmerugi

Die Ulmerugi lebten im Ostseeraum. Sie gehörten zum ostgermanischen Umfeld. Über ihre Kultur ist wenig bekannt. Ihre Erwähnung stammt aus frühen Quellen.

Usipeter

Die Usipeter lebten zeitweise am Niederrhein. Sie gerieten früh in Konflikt mit Rom. Wanderbewegungen prägten ihre Geschichte. Später verschwinden sie aus den Quellen.

Vangionen

Die Vangionen siedelten am Oberrhein. Sie lebten in römischen Provinzen. Ihre Kultur war stark romanisiert. Politisch traten sie kaum hervor.

Vandalen

Die Vandalen waren ein ostgermanischer Stamm. Sie wanderten weit durch Europa. In Nordafrika gründeten sie ein Königreich. Ihr Name wurde später negativ besetzt.

Vidivarier

Die Vidivarier lebten an der unteren Weichsel. Sie bildeten einen Mischverband verschiedener Gruppen. Ihre Kultur war vielfältig. Politisch traten sie kaum hervor.

Visburgier

Die Visburgier sind nur aus einer Quelle bekannt. Ihre Einordnung ist unsicher. Möglicherweise handelte es sich um eine kleine Gruppe. Weitere Informationen fehlen.

Wandalen

Die Bezeichnung Wandalen ist eine alternative Form von Vandalen. Sie wurde in späteren Quellen verwendet. Inhaltlich beschreibt sie denselben Stamm. Der Name blieb lange im Gebrauch.

Warnen

Die Warnen lebten im Ostseeraum. Sie traten zeitweise als Wanderstamm auf. Ihre politische Organisation war flexibel. Später gingen sie in anderen Gruppen auf.

©1997—2026 Andreas A. F. W. H. Ulrich sen. (Wulfrich) (Urheber)

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