Rom

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Rom ist die Hauptstadt Italiens und eine der historisch und kulturell bedeutendsten Städte der Welt. Sie liegt in der Region Latium am Fluss Tiber und wird aufgrund ihrer antiken Bedeutung oft als „Ewige Stadt“ bezeichnet. Rom war über Jahrhunderte das Zentrum der Macht, Kultur und Religion des Römischen Reiches und ist heute Sitz der italienischen Regierung sowie des Papstes im unabhängigen Staat Vatikanstadt, der vollständig vom Stadtgebiet Roms umschlossen ist.

Geographie und Klima

Rom erstreckt sich auf sieben Hügeln, die bereits in der Antike eine zentrale Rolle spielten. Das historische Zentrum der Stadt liegt am linken Ufer des Tibers, während sich moderne Viertel und Vorstädte weit über die umliegende Region erstrecken. Die Stadt besitzt eine abwechslungsreiche Topographie mit Ebenen, Hügeln und Tälern, die sie landschaftlich einzigartig machen. Das Klima Roms ist mediterran geprägt, mit heißen, trockenen Sommern und milden, feuchten Wintern. Diese klimatischen Bedingungen begünstigten seit der Antike das Wachstum der Stadt und ihre landwirtschaftliche Versorgung.

Geschichte

Die Geschichte Roms reicht nach der Überlieferung bis ins Jahr 753 v. Chr. zurück, als Romulus die Stadt gründete. Archäologische Funde belegen jedoch, dass die Region um den Tiber bereits in der Bronzezeit besiedelt war. In den folgenden Jahrhunderten entwickelte sich Rom von einem kleinen Königreich zu einer Republik und schließlich zu einem mächtigen Kaiserreich, das große Teile Europas, Nordafrikas und des Nahen Ostens umfasste. Im Jahr 476 n. Chr. endete das Weströmische Reich, doch die Stadt blieb ein bedeutendes kulturelles und religiöses Zentrum.

Während des Mittelalters verlor Rom zeitweise an Bedeutung, erlebte jedoch eine Wiederbelebung im Zuge der Renaissance und wurde zu einem wichtigen Zentrum der Kunst und Wissenschaft. In der Neuzeit war Rom Schauplatz bedeutender historischer Ereignisse, darunter die Vereinigung Italiens im 19. Jahrhundert, bei der Rom 1870 zur Hauptstadt des Königreichs Italien wurde.

Kulturelle Bedeutung

Rom ist ein weltweit anerkanntes Zentrum der Kunst, Architektur und Kultur. In der Stadt befinden sich zahlreiche antike Monumente wie das Kolosseum, das Forum Romanum und das Pantheon, die das Erbe des Römischen Reiches widerspiegeln. Zudem ist Rom Heimat vieler Kirchen, Paläste und Plätze aus der Renaissance und dem Barock, die durch Künstler wie Michelangelo, Bernini und Raphael geprägt wurden. Die Vatikanstadt mit dem Petersdom und der Sixtinischen Kapelle bildet ein religiöses und kulturelles Herzstück der Stadt.

Die italienische Hauptstadt ist auch ein Zentrum des Films und der Mode. Das Cinecittà-Studio, das als „Hollywood am Tiber“ bekannt ist, spielte eine bedeutende Rolle in der Geschichte des internationalen Kinos.

Moderne Infrastruktur

Rom ist heute eine dynamische Metropole mit einer Bevölkerung von über 2,8 Millionen Menschen im Stadtgebiet. Als Hauptstadt Italiens beherbergt sie Regierungsinstitutionen, Botschaften und zahlreiche internationale Organisationen. Die Stadt verfügt über ein gut ausgebautes Verkehrsnetz, das von zwei internationalen Flughäfen, einem U-Bahn-System und einem umfangreichen Busnetzwerk ergänzt wird. Gleichzeitig kämpft Rom mit Herausforderungen wie Verkehrsstaus, Umweltproblemen und der Erhaltung seines reichen kulturellen Erbes.

Bedeutung als religiöses Zentrum

Rom ist seit Jahrhunderten das Zentrum der katholischen Kirche und der Sitz des Papstes. Die Vatikanstadt, ein unabhängiger Staat innerhalb der Stadtgrenzen Roms, ist das spirituelle Zentrum des Katholizismus. Der Petersdom, die Sixtinische Kapelle und die Vatikanischen Museen ziehen jährlich Millionen von Pilgern und Touristen aus aller Welt an.

Internationaler Einfluss

Rom spielt eine wichtige Rolle in der internationalen Politik, Kultur und Wissenschaft. Als Sitz zahlreicher Universitäten, darunter die Universität La Sapienza, eine der ältesten und größten Europas, trägt die Stadt wesentlich zur akademischen und wissenschaftlichen Entwicklung bei. Zudem ist Rom ein beliebtes Reiseziel und ein Symbol für die Verbindung von Vergangenheit und Gegenwart, Tradition und Moderne.

Wirtschaft

Die Wirtschaft Roms basiert auf einem breiten Fundament aus Dienstleistungen, Tourismus, Handel und Kultur. Die Stadt ist ein bedeutendes Finanzzentrum Italiens und bietet zahlreiche Arbeitsplätze im öffentlichen und privaten Sektor. Der Tourismus, der von Roms reichem kulturellen Erbe profitiert, trägt maßgeblich zur lokalen Wirtschaft bei. Gleichzeitig ist Rom ein Standort für kreative Industrien, darunter Film, Mode und Design, die die Stadt weltweit bekannt machen.

©1997—2026 Andreas A. F. W. H. Ulrich sen. (Wulfrich) (Urheber)

Siehe auch

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Literaturverzeichnis

Literatur zur Geschichte

Allgemein

  • Steffen Bogen und Felix Thürlemann: Rom – Eine Stadt in Karten von der Antike bis heute. Primus Verlag, Darmstadt 2009, ISBN 978-3-89678-661-6.
  • Filippo Coarelli: Rom. Ein archäologischer Führer. Verlag von Zabern, Mainz 2000, ISBN 3-8053-2685-8.
  • Brigitte Hintzen-Bohlen: Kunst und Architektur: Rom. Mit Beiträgen von Jürgen Sorges. Könemann. Tandem Verlag, 2005, ISBN 3-8331-1304-9.
  • Michael Matheus: Rom. Antikes Substrat und städtische Entwicklung. In: Die Urbanisierung Europas von der Antike bis in die Moderne. (Kieler Werkstücke, Reihe E: Beiträge zur Sozial- und Wirtschaftsgeschichte 7), hrsg. von Gerhard Fouquet und Gabriel Zeilinger, Frankfurt am Main 2009, S. 191–206.
  • Michael Matheus: Rom: In: Europäische Erinnerungsorte, Band 2 (Das Haus Europa), hrsg. von Pim den Boer, Heinz Duchhardt, Georg Kreis, Wolfgang Schmale, München 2012, ISBN 978-3-486-70419-8, S. 263–279.
  • Martin Mosebach: Rom, ewige Stadt, Sehnsucht im Klischee? CORSOfolio 1. CORSO, Hamburg 2010. ISBN 978-3-86260-005-2.
  • Volker Reinhardt, Michael Sommer: Rom. Geschichte der Ewigen Stadt. Theiss, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8062-2081-0.
  • Volker Reinhardt: Geschichte Roms. Von der Antike bis zur Gegenwart (= C. H. Beck Wissen). C. H. Beck, München 2008, ISBN 978-3-406-57714-7; Rezension von Volker Huneke (TU Berlin).
  • Birgit Schönau: Die Geheimnisse des Tibers. Rom und sein ewiger Fluss. C.H. Beck, München 2023. ISBN 978-3-406-80837-1.

Antike

  • Alexandre Grandezza: Urbs. Roms Weg zur Weltmetropole. Aus dem Französischen von Nathalie Lemmens u. a. wbg Zabern, Darmstadt 2019.
  • Frank Kolb: Rom. Geschichte der Stadt in der Antike. Beck, München 2002, ISBN 3-406-46988-4.
  • Karl-Wilhelm Weeber: Ganz Rom in 7 Tagen – Ein Zeitreiseführer in die Antike. Primusverlag, Darmstadt 2008, ISBN 978-3-89678-365-3.

Christliches Rom

  • Clemens Bombeck: Auch sie haben Rom geprägt. An den Gräbern der Heiligen und Seligen in der Ewigen Stadt. Verlag Schnell & Steiner, Regensburg 2004, ISBN 3-7954-1691-4.
  • Arnold Esch: Rom. Vom Mittelalter zur Renaissance. 1378–1484. C. H. Beck, München 2016, ISBN 978-3-406-69884-2.
  • Ferdinand Gregorovius: Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter vom V. bis XVI. Jahrhundert. Dtv, München 1988, ISBN 3-423-05960-5 (7 Bde.).
  • Mirabilia Urbis Romae – Die Wunderwerke der Stadt Rom, übersetzt und kommentiert von Gerlinde Huber-Rebenich et al. Herder, Freiburg 2014, ISBN 978-3-451-30931-1.
  • Chris Wickham: Medieval Rome. Stability and Crisis of a City, 900–1150. Oxford University Press, 2015.
  • Hans Georg Wehrens: Rom. Die christlichen Sakralbauten vom 4. bis 9. Jahrhundert. Ein Vademecum. Herder, Freiburg 2017, ISBN 978-3-451-38300-7.

Geschichte der Romreisen

Literatur zur Kunst

  1. Concerto Romano. 1999, ISBN 3-7913-2236-2.
  2. Fantasia Romana. 1986, ISBN 3-7913-0292-2.
  3. Sinfonia Vaticana. 1996, ISBN 3-7913-0291-4.
  4. Cantata Romana. 1996, ISBN 3-7913-0404-6.
  5. Divertimento Romano. 1989, ISBN 3-7913-0445-3.

Literatur zur Küche

  • Livio Jannattoni, Giuliano Malizia: La Cucina Romana e del Lazio. Newton Compton, Roma 1998, ISBN 978-88-541-5865-8.